Man hat es schon oft gelesen und gehört, aber es ist nach wie vor offensichtlich: Die Arbeitswelt verändert sich, angetrieben durch die rasanten Fortschritte in der Künstlichen Intelligenz (KI) und Robotik. Doch was bedeutet das für unsere Zukunft? Welche Jobs werden verschwinden und welche neuen Möglichkeiten entstehen?

Der TEDx Talk ist bereits sieben Jahre alt und dennoch mehr als aktuell. Volker Hirsch zeigt auf, welche Jobs weniger oder ganz verschwinden werden und welche Fähigkeiten und Fertigkeiten eine Maschine eher weniger übernehmen werden könne. Gerade Lehrpersonen können aufatmen, wenn sie feststellen, dass sie die Schlüsselpersonen für die Entwicklung wichtiger Zukunftskompetenzen sein können: Empathie, Kreativität und kritisches Denken!

Ist Wissen noch Macht?

Früher war Wissen gleichbedeutend mit Macht. Doch in einer Ära, in der wir mehr Informationen zur Verfügung haben, als wir verarbeiten können, stellt sich die Frage: Ist Wissen wirklich noch Macht? Heute kann jeder von uns über das Internet auf riesige Mengen an Daten zugreifen. In nur einem Jahr wurden 1.100 Exabyte an Daten über das Internet ausgetauscht – das ist 110 Millionen Mal der Inhalt der größten Bibliothek der Welt. Diese Informationsflut verändert die Art und Weise, wie wir über Wissen und Macht nachdenken müssen.

Die Explosion der Rechenleistung

Ein zentraler Treiber dieser Veränderung ist die exponentiell wachsende Rechenleistung. Seit Jahrzehnten beschreibt das Moore’sche Gesetz, wie sich die Anzahl der Transistoren auf einem Chip alle 18 bis 24 Monate verdoppelt. Doch diese Ära neigt sich dem Ende zu. Aber keine Sorge – Quantencomputing steht bereits in den Startlöchern. Mit dieser neuen Technologie werden wir Probleme lösen können, die heute noch undenkbar sind.

KI und Robotik

Mit zunehmender Rechenleistung wächst auch die Fähigkeit von Maschinen, komplexe Aufgaben zu übernehmen. Was früher nur in Science-Fiction-Filmen zu sehen war, ist heute Realität: KI und Robotik dringen in immer mehr Bereiche unseres Lebens ein. Von Fabrikarbeitern über Lagerlogistik bis hin zu selbstfahrenden Autos – Maschinen übernehmen zunehmend die Aufgaben, die einst Menschen vorbehalten waren.

Besonders interessant ist die Tatsache, dass selbst hochqualifizierte Berufe wie Anwälte und Ärzte nicht immun gegen diese Entwicklung sind. Grosse Anwaltskanzleien setzen bereits KI ein, um Aufgaben wie die Analyse von Dokumenten oder die Durchführung von Due-Diligence-Prüfungen zu automatisieren.

Mit dem Wandel entstehen auch neue Berufe. Aber was bedeutet es, ein «Memory Augmentation Therapist» oder ein «Diffractive Optics Modeler» zu sein? Diese neuen Jobs klingen fremd und erfordern Fähigkeiten, die wir vielleicht noch gar nicht besitzen.

Menschliche Qualitäten sind zentral: Empathie, Kreativität und Kritisches Denken

Während Maschinen immer mehr Aufgaben übernehmen, gibt es Bereiche, in denen sie hinter dem Menschen zurückbleiben. Empathie, Kreativität, kritisches Denken und handwerkliches Geschick sind einige der menschlichen Qualitäten, die Maschinen nur schwer nachahmen können. Diese Eigenschaften sind der Schlüssel, um sich in einer von KI geprägten Zukunft zu behaupten.

Diese menschlichen Qualitäten müssen stärker in unserem Bildungssystem verankert werden. Es geht nicht nur darum, Wissen zu vermitteln, sondern auch darum, Heranwachsende auf eine Zukunft vorzubereiten, in der sie in Berufen arbeiten werden, die wir heute noch nicht einmal kennen.

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