Wusstest du, dass du mit ChatGPT über WhatsApp kommunizieren kannst? Das Erproben ist nur ein weiterer Kontakt entfernt!

Update (23.5.25): In der Zwischenzeit hat WhatsApp den MetaAI-Button vielerorts in die Social Media App integriert. Über diesen Button kann mit der KI gechattet werden. Weitere Infos dazu findest du hier.

Seit einiger Zeit ist ChatGPT auch bequem über WhatsApp erreichbar. Unter der Nummer 1-800-CHATGPT (+18002428478) oder direkt über diesen Link könnt ihr den Chatbot kontaktieren, um euch mit ihm zu unterhalten oder Fragen zu stellen. Besonders spannend: In den USA und Kanada besteht sogar die Möglichkeit, ChatGPT anzurufen – die ersten 15 Minuten sind kostenlos. Leider ist dieser Telefonservice außerhalb dieser Länder derzeit nicht verfügbar.

Ihr könnt einfach eine Textnachricht in deutscher Sprache an die Nummer senden und erhaltet eine Antwort, wie ihr sie auch aus der Browser-Version oder der App von ChatGPT kennt. Dabei fallen keine zusätzlichen Kosten an, ihr benötigt lediglich eine Internetverbindung, wie bei jedem anderen WhatsApp-Chat.

Sobald ihr den Chat öffnet und eure erste Nachricht sendet, stellt sich ChatGPT als KI-Assistent vor. Dabei weist der Chatbot auch darauf hin, dass Fehler passieren können und wichtige Informationen daher überprüft werden sollten. So seid ihr stets gut informiert und könnt das volle Potenzial von ChatGPT nutzen!

Die Möglichkeit, ChatGPT über WhatsApp zu nutzen, macht den Zugang zur KI noch einfacher. Zwar war der Einstieg über die ChatGPT-App (App ChatGPT) für Mobilgeräte oder den Desktop bereits unkompliziert, aber mit WhatsApp wird es noch bequemer. Viele Menschen nutzen WhatsApp ohnehin täglich – der Kontakt zu ChatGPT ist jetzt nur noch das Speichern einer neuen Nummer entfernt.

Was bedeutet das?

Diese Entwicklung zeigt, dass KI-Anwendungen wie Chatbots immer mehr Teil unseres Alltags werden. Laut der JIM-Studie 2024 ist WhatsApp die wichtigste App für Jugendliche – 81 Prozent nennen sie als ihre Nummer eins. Das heisst, dass Kinder und Jugendliche, die ein Smartphone und WhatsApp nutzen, schon früh mit KI-Tools wie ChatGPT in Berührung kommen können.

Und was heisst das für die Bildung?

Die Integration von Künstlicher Intelligenz (KI) in alltägliche Anwendungen wie WhatsApp hat deutliche Auswirkungen auf den Bildungsbereich. Christine Stoltz betont auf LinkedIn, dass dadurch ein dringender Bedarf an «AI Literacy» entsteht. Dieser Begriff, auf Deutsch «KI-Kompetenz» oder «KI-Literalität» genannt, beschreibt die Fähigkeit, KI-Systeme zu verstehen, kritisch zu bewerten und verantwortungsvoll zu nutzen.

Schülerinnen und Schüler müssen lernen, KI-Technologien bewusst und verantwortungsvoll einzusetzen, insbesondere da Themen wie Fake News zunehmend an Bedeutung gewinnen. Die Einbindung von KI in Apps wie WhatsApp verdeutlicht, dass generative Systeme dauerhaft Teil des Lebens junger Menschen sein werden. Daher sind Schulen gefordert, diese Technologien nicht nur zu thematisieren, sondern sie auch didaktisch sinnvoll einzusetzen und einen kritischen sowie reflektierten Umgang damit zu fördern.

«Was bedeutet es für die Bildung, wenn du jetzt auf WhatsApp verfügbar bist und Kinder sowie Jugendliche dich leichter erreichen können?»

Diese Frage haben wir dem Chatbot direkt gestellt. ChatGPT sieht dabei sowohl Chancen als auch Herausforderungen.

Auf der einen Seite könnten Schüler*innen rund um die Uhr Unterstützung bekommen, gezielt gefördert werden und durch den Einsatz digitaler Technologien selbstständiger und sicherer im Umgang mit diesen Tools werden. Auf der anderen Seite weist der Chatbot auf mögliche Risiken hin, wie die Weitergabe von falschen Informationen oder den Umgang mit persönlichen Daten. Seine Antworten bleiben jedoch recht allgemein und gehen nicht speziell auf den Zugang über WhatsApp ein.

Besonders interessant sind die Empfehlungen von ChatGPT, die gut mit aktuellen Diskussionen, z. B. auf LinkedIn, übereinstimmen:

  • In den Unterricht einbauen: KI-Tools sollten aktiv in den Unterricht integriert werden, damit Schüler*innen lernen, wie sie sie sinnvoll und verantwortungsvoll nutzen.

  • Kritisches Denken fördern: Lernende sollten ermutigt werden, die Informationen von KI zu hinterfragen und nicht einfach alles zu übernehmen.

Dabei bleibt wichtig, dass der Datenschutz eingehalten wird und KI immer nur als unterstützendes Werkzeug dient – Lehrpersonen braucht es nach wie vor.

Hast du bereits Erfahrungen mit dem Einsatz von Chatbots mit Lernenden gemacht? Welche Vorteile siehst du? Und welchen Stellenwert hat «KI-Kompetenz» deiner Meinung nach?

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