Digitale und institutionelle Privatsphäre

Digitale Privatsphäre in Kinderhänden – aber wie? 
Kinder bewegen sich selbstverständlich im digitalen Raum, doch ihr Schutz bleibt oft auf der Strecke. Das interdisziplinäre Projekt untersucht, wie Kinder ihre digitale und institutionelle Privatsphäre wahrnehmen – und wie Schulen sowie Lehrpersonen sie besser schützen und stärken können. Ziel ist ein evidenzbasiertes Toolkit für Unterricht und Ausbildung. 

Beschreibung

Das Projekt widmet sich der digitalen und institutionellen Privatsphäre von Kindern im schulischen Kontext. Es geht davon aus, dass Kinder zwar ein Bewusstsein für die Folgen von Datenweitergabe entwickeln, aber nicht wissen, wie sie ihre Privatsphäre wirksam schützen können. Auch auf institutioneller Ebene (z. B. beim Einsatz digitaler Tools in Schulen) fehlt es oft an Transparenz und Schutzmechanismen. 

Ziel des Projekts ist es, ein evidenzbasiertes, kindgerechtes Toolkit zu entwickeln, das Schulen und Lehrpersonen unterstützt, Kinder zu befähigen, ihre Privatsphäre zu schützen. Die Untersuchung erfolgt in drei Teilen: (1) philosophische Gespräche mit Kindern über ihre Vorstellungen von Privatsphäre, (2) eine Befragung von Lehrpersonen zu ihren Kompetenzen im Bereich Datenschutz und (3) Interventionen in der Ausbildung angehender Lehrpersonen. 

Auf dieser Basis entsteht ein praxisorientiertes Modell, das als „Workshop in the Box“ in der Aus- und Weiterbildung genutzt werden kann. 

Leitung
Dr. Sarah-Jane Conrad 
Bradley Pfau

Laufzeit
01.08.2025 bis 31.07.2026