In der Covid-Pandemie haben Online-Kurse einen regelrechten Boom erlebt. Bestehende Präsenz-Kurse wurden in Online-Angebote umgebaut und neue Online-Kurse wurden erstellt. Kursteilnehmende, welche vorher nicht Online-Formate besucht hätten, konnten Berührungsängste abbauen und positive Erfahrungen sammeln. Dozierende, die noch länger auf den gezielten Einsatz von Medien gewartet hätten, haben sich z.T. intensiv mit der Thematik von Online-Kursen auseinandergesetzt.
Allgemein ist die Akzeptanz für Online-Kurse massiv gestiegen und es zeichnet sich ab, dass Weiterbildungskurse auch in Zukunft vermehrt online stattfinden werden. Zum jetzigen Zeitpunkt ersetzen digitale Anwendungen an vielen Weiterbildungskursen die Methoden und Materialien der analogen Weiterbildungen. So treffen sich die Teilnehmenden nicht vor Ort, sondern per Videokonferenz-Tools (z.B. zoom), digitale Kollaborationswerkzeuge ersetzen Post-Its und Flipcharts.
Ein Schritt in diese Richtung wird mit sog. Virtual Spaces (Virtuellen Räumen) ermöglicht, die mit diesem Projekt in Bezug auf Unterstützung des Lernprozesses untersucht wurden.
In einem Vorprojekt wurde mit einer Umfrageanalyse geklärt, welche Virtual Spaces es aktuell auf dem Markt gibt, was diese anbieten (Bsp. Login, Lizenzierung, Zugänge, Einbindungen), wer diese verwendet und welche Erfahrungen damit gemacht wurden.
Im Projekt werden aufgrund der Erkenntnisse aus dem Vorprojekt einige Virtual Spaces ausgewählt und betreffend Schnittstellen (Einbindungen, Import, Export), Barrierefreiheit, Usability und dem Problem des Zoom-Fatigues evaluiert.
Aus der Evaluation sollen bei Eignung ein bis zwei Virtual Spaces ausgewählt und konkrete, exemplarische inhaltliche Umsetzungen entwickelt werden.
Die Ergebnisse zeigen, dass Plattformen wie Spatial.io und Glue durch ihre breite Palette an Einbindungsmöglichkeiten und immersive Erfahrungen besonders geeignet sind, während andere Plattformen Limitationen aufwiesen.
Die Untersuchung betont die Bedeutung der Gerätekompatibilität und Benutzerfreundlichkeit für den erfolgreichen Einsatz in der Bildung. Trotz der dynamischen Natur des Marktes für Virtual Spaces, bieten diese Technologien neue Dimensionen für die Bildung, indem sie traditionelle Methoden durch immersive, interaktive Lernerfahrungen erweitern.
Das Projekt schliesst mit Empfehlungen für die PHBern, kontinuierlich Markttrends zu verfolgen, die Benutzerfreundlichkeit und Zugänglichkeit zu priorisieren und das Evaluationsraster regelmässig zu überarbeiten, um mit den technologischen Entwicklungen Schritt zu halten. Abschliessend wird die Weiterführung des ursprünglichen Projektes empfohlen, um die Potenziale von Virtual Spaces für die Online-Lehre vollständig auszuschöpfen.
Leitung
Arne Müller
Projektbeteiligte
Nino Zehnder
Laufzeit
01.08.2022 bis 31.07.2023
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Abschlussbericht