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Da KI eine immer wichtigere Rolle spielt, ist ihre ökologische, soziale und wirtschaftliche Nachhaltigkeit von grosser Bedeutung. Gegenwärtig gibt es eine Flut von KI-Anwendungen, und dieser Trend wird sich fortsetzen. Allerdings sind KI-Systeme in Zeiten des Klimawandels nicht ganz harmlos.

Die Rechenleistung, die hinter KI-Systemen steckt, benötigt grosse Mengen an Energie, auch in Form von Wasser. Ein weiterer Artikel der dritten Ausgabe des SustAIn Magazins widmet sich diesem Thema: «Wasser ist das neue CO₂». Bereits in einem früheren Artikel haben wir das Thema aufgegriffen: «CO2-Fussabdruck der KI».

Die Vorteile der künstlichen Intelligenz könnten schnell ins Negative umschlagen. Dies wird als Rebound-Effekt bezeichnet. Der Rebound-Effekt beschreibt das Phänomen, dass die Einführung energieeffizienter Technologien paradoxerweise zu einem höheren Gesamtenergieverbrauch führen kann. Wenn Unternehmen beispielsweise KI erfolgreich einsetzen, um Transportsysteme zu optimieren und Kosten zu senken, kann dies schnell dazu führen, dass sie die Effizienzgewinne nutzen, um ihr Transportvolumen zu erhöhen. So verpufft schliesslich der Nutzen, den KI in Bezug auf Nachhaltigkeit haben könnte.

Bewertungstool für KI-Systeme

Nun hat das Projekt «SustAIn» ein Tool zur Bewertung und Verbesserung der Nachhaltigkeit von KI-Systemen entwickelt. Mit Hilfe eines Fragebogens und eines Ampelsystems können Organisationen ihre KI-Nachhaltigkeit bewerten und Empfehlungen für Verbesserungen geben. Damit fördert es eine nachhaltigere Entwicklung und Nutzung von KI. Das Selbstbewertungstool enthält 13 Nachhaltigkeitskriterien, anhand derer KI-Systeme bewertet werden können. Jedes dieser 13 Kriterien ist in Indikatoren unterteilt, die helfen, KI-Systeme zu bewerten und zu beurteilen. 

Das Projekt «SustAIn» ist ein Kooperationsprojekt von AlgorithmWatch, dem Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) und dem DAI-Labor an der TU Berlin. Es wird gefördert vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV) aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.

Der Kriterienkatalog mit 13 Kriterien von «SustAIn»

Das Bewertungstool basiert auf diesen 13 Nachhaltigkeitskriterien. Obwohl es in erster Linie für Organisationen gedacht ist, die ein KI-System entwickeln oder in Auftrag geben, kann es sich lohnen, die Fragen des Tools durchzugehen. 

Sie geben Hinweise darauf, welche kritischen Fragen an KI-Systeme gestellt werden können und wo man genau hinschauen muss. Sie helfen, das Bewusstsein im Umgang mit KI-Systemen zu schärfen. Hier geht’s zum Bewertungstool und hier zur gesamten Ausgabe des #3 SustAIn Magazin. 

Hast du dir schon mal diese Fragen gestellt? Wie nachhaltig sind die von dir genutzten KI-Tools?

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