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TikTok hat auch in der Welt der Naturwissenschaften zunehmend an Bedeutung gewonnen und erweist sich immer mehr als wertvolle Informationsquelle für Unterrichtsaktivitäten und Experimente. Lehrpersonen greifen auf die App auch als Inspirationsquelle für den Unterricht zurück und finden potenzielle Experimente, die sie in ihrem eigenen Klassenzimmer durchführen oder widerlegen können.

 

Greg Wolf, ein Naturwissenschaftslehrer aus Vermont ist mittlerweile selbst aktiver Content-Ersteller und lädt Erklärungsvideos sowie Experimente auf TikTok hoch. Diese werden von einem Publikum von über 300’000 Follower und Followerinnen verfolgt. So erklärt Wolf beispielsweise, wie schnell die Lichtgeschwindigkeit ist und veranschaulicht seine Erklärungen mit Hilfe von Eisstäbchen (Quelle: TikTok).

Wie kann man TikTok als Lehrperson für Naturwissenschaften gebrauchen?

  • Wissenschaftliche Experimente: Lehrpersonen können relevante Suchbegriffe in die Suchleiste eingeben. Wenn Sie ein interessantes Experiment gefunden haben, können Sie es direkt mit den Schülern und Schülerinnen durchführen. Zu gefährliche oder anspruchsvolle Experimente werden einfach als Video gezeigt und anschliessend mit anderen Aktivitäten vertieft. Dies spart Zeit und Ressourcen und bietet trotzdem praxisnahe Erfahrung.
  • Video als Teil des Unterrichts: Kurze Videos können ein Thema einführen und Input für Diskussionen bieten. Am besten ermutigt die Lehrperson die Schülerinnen und Schüler dazu, kritisch zu reflektieren und eventuell Informationen zu ergänzen, welche das Video ausgelassen hat.
  • Wissenschaftliches Denken aneignen: Es gibt Fehlinformationen auf TikTok, das kann jedoch auch eine Chance für Diskussion sein. Ein Chemielehrer aus Michigan schlägt beispielsweise vor nach gefälschten TikTok-Experimenten zu suchen und dann die Schüler*innen beurteilen lassen, ob die Videos glaubwürdig erscheinen. So bringt man die Klasse dazu, Behauptungen und Argumente zu identifizieren und bewerten. Es führt in das wissenschaftliche Konzept der Reproduzierbarkeit ein.
  • TikTok als Berufsbildung: Lehrpersonen können sich auch auf TikTok weiterbilden im Sinne, dass sie voneinander lernen und Beziehungen aufbauen können. Gewisse Lehrpersonen haben beispielsweise eine bessere Herangehensweise im Labor und teilen es dann auf TikTok.

 

TikTok kann als wertvolle Ressource dienen, um komplexe Konzepte zu vereinfachen und die Schüler*innen aktiv in die Forschung einzubeziehen – mit einer App, welches viele bereits täglich nutzen.

Würdest du TikTok für deinen Unterricht brauchen?

 

Quelle:

Edutopia. (18. August, 2023). Harnessing the Educational Potential of TikTok in Science Class. Edutopia. 

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