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Du möchtest archäologische Funde nicht nur von weit weg und im Museum betrachten? Dann verfolge die neusten Entwicklungen im Bereich Augmented Reality (AR) und Vermittlung. Mithilfe von AR-Brillen oder Smartphones könnte der nächste archäologische Fund schon bald bei dir zuhause in deinem Wohnzimmer erscheinen!

Die Augmented Reality (AR) – Technologie (erweitere Realität) ermöglicht eine Verschmelzung der realen und der virtuellen Welt. Unsere physische Welt kann mittels Smartphone-Anwendungen oder AR-Brillen mit virtuellen Gegenständen oder Informationen ergänzt werden. Ein Beispiel einer Augmented Reality Anwendung ist das Openair Vermittlungsprojekt «Paléoskop». Ausgerüstet mit einem iPad, können an der Fundstelle Dinotec in Porrentruy , rekonstruierte Dinosaurier mithilfe von AR erlebbar gemacht werden. 

Gerade für die Vermittlung von Geschichte bringt die Augmented Reality Technologie riesige Möglichkeiten mit sich. Vergangenes kann durch AR erlebbar gemacht werden. So werden beispielsweise ausgestorbene Arten zu neuem Leben erweckt, ganze vergessene Städte wiederaufgebaut oder  wertvolle Artefakte für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. 

Das immersive Arbeitsheft: Geschichte sichtbar gemacht

Die Forschungsgruppe Knowledge Visualization der Zürcher Hochschule der Künste (ZHDK) hat im Rahmen eines Forschungsprojektes, die Geschichte eines bronzezeitlichen Fundes erforscht und gemeinsam mit einem Autor der Pädagogischen Hochschule Zürich in Form eines immersiven Arbeitsheft didaktisch aufbereitet. Durch die Kombination des Mediums Arbeitsheft und der AR-Technologie können die Vorteile beider Formate genutzt werden. Die Informationen lassen sich in bekannter Weise über Text vermitteln, während das Wissen auch visuell zugänglich gemacht wird. Das interaktive Erlebnis soll die Informationsaufnahme bereichern und nachhaltiges Lernen ermöglichen. 

Mit dem Forschungsprojekt wird ausführlich untersucht, wie gross der Lerneffekt bei Schüler:innen im Zusammenhang mit dem Einsatz des immersiven Arbeitsheft im Unterricht tatsächlich ist. In einer ausführlichen Evaluation wird der Einsatz des immersiven Heftes mit einer rein analogen Version verglichen. 

Gemäss der Forschungsgruppe war ein erster Test mit Schüler:innen der Sekundarschulstufe Ende 2020 erfolgversprechend. Die Kinder und Jugendlichen waren sehr interessiert und konnten nach der Nutzung, Wissen zu Arbeitsmethoden der Archäologie und dem Leben in der Bronzezeit wiedergeben. 

Archäologiekoffer können hier ausgeliehen werden. Das immersive Arbeitsheft ist Teil des Kelten-Koffer Nr. 7 und macht die Arbeit von Archäolog:innen mithilfe der Augmented Reality-Brillen erlebbar. 

Weiter Forschungsprojekte 

Neben dem Forschungsprojekt «Das immersive Heft«, verfolgt die ZHDK weitere Forschungsprojekt im Bereich Knowledge Visualization, wie:

usw.

In früheren Beitragen haben wir bereits beschrieben, wie Technologien der Augmented, Virtual oder Mixed Reality im Unterricht eingesetzt werden können, wie beispielsweise im Beitrag «Mixed Reality im Bildnerischen Gestalten» oder «Augmented Creativity – Erwecke Bilder zum Leben«.

Quellen:

Ikonaut (2014). Paléoskop: Augmented Reality und Animationen. [9.11.22]

Institut für Designforschung (IDE) (2021). Das immersive Arbeitsheft. [8.11.22]

Knowledge Visualization (o.J.). Forschung. [9.11.22]

swissinfo (2019). Swiss scientists and virtual reality focus on shrinking glaciers. [9.11.22]

Widmer, R. (2022). So wird die Vergangenheit im Unterricht plötzlich plastisch. [8.11.22]

ZHDK (2022). Forschungsprojekte. [8.11.22]

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