Think Tank Medien und Informatik

Think Tank Medien und Informatik

Logo der PHBern
Das Unternehmen Meta Platforms (davor: Facebook) baut an seinem Metaverse: Ein Paralleluniversum im Internet. Doch nicht allen gefallen die Entwicklungen Richtung Metaverse und ist dieser Fortschritt überhaupt erstrebenswert für das Wohlergehen der Menschen?

Seit Mark Zuckerberg im Herbst 2021 Facebook in Meta unbenannte, ist das Konzept Metaverse in der breiten Masse der Gesellschaft angekommen. Mit der Begriffsänderung will das Unternehmen am grossen Metaverse mitbauen: Die echte und virtuelle Welt soll miteinander verknüpft werden. Dafür hat Meta bereits investiert, der VR-Brillen-Hersteller Oculus gehört schon seit längerem zum Unternehmen. Zudem hat Meta zuletzt Start-Ups aufgekauft, die VR-Content produzieren. Mit der aufkommenden Popularität des Metaverse wird aber auch Kritik laut.

Das Metaverse als dystopischer Albtraum

John Hanke ist Gründer des US-amerikanischen Entwicklerstudio für Computerspiele. Bekanntheit erlangte Hanke durch die Entwicklung von Augmented-Reality-Handyspielen wie «Ingress», «Pokémon GO» und «Harry Potter: Wizards Unite».

Hanke kritisierte im August öffentlich Mark Zuckerbergs Idee seines Metaverse: The Metaverse is a Dystopian Nightmare. Let’s Build a Better Reality. Die technische Entwicklung in Richtung Virtual Reality (VR) und das damit verbunden komplette Eintauchen in eine digitale Parallelwelt beschreibt er als ungesund. Seiner Meinung nach sind die Entwicklungen in Richtung Metaverse besorgniserregend. Augmented Reality (AR) stelle die gesundere Entwicklung unserer digitalen Welt dar. Für Hanke steht fest, dass die Menschen am glücklichsten sind, wenn die virtuelle Welt zur physischen Welt führt und die Technologie die Brücke zwischen diesen Welten schlägt. Mit den Anwendungen von Niantic möchte er die Menschen dazu ermuntern, nach draussen zu gehen, sich zu bewegen und sich mit anderen Menschen zu treffen und zu verbinden: Bewegung und Interaktion seien Grundvoraussetzungen für Gesundheit und Glück.

Quelle: YouTube

Lightship – Plattform

Mit der im November 2021 eingeführten Niantic «Lightship»- Plattform sind Entwicklern die Möglichkeit geboten, neue Augmented-Reality-Erlebnisse im Weltmassstab zu schaffen. Anstatt den Menschen die Möglichkeit zu geben, vor der Welt zu fliehen, sei es Niantic’s Ziel, die Technologie so einzusetzen, dass die Menschen sich mit ihrer Welt auseinandersetzen können.

John Hanke’s Kritik regt dazu an, über die aktuellen technologischen Entwicklung nachzudenken und den Blick in die Zukunft zu richten. Welche Entwicklungen sind wünschenswert für die Menschheit? Natürlich sind technologische Innovationen spannend und bringen neue Möglichkeiten mit sich, doch bei allen Entwicklungen muss das Wohl der Menschheit und eine nachhaltige Entwicklung im Zentrum stehen. Niantic’s Innovationen sind begleitet durch Fragen die man sich im Unternehmen stellt: «Was wäre, wenn Technologie uns besser machen könnte?»

Quellen:

Baumgartner, N. (2021). Facebook heisst künftig Meta. URL: https://www.netzwoche.ch/news/2021-10-29/facebook-heisst-kuenftig-meta [22.4.22]

Hanke, J (2021). The Metaverse is a Dystopian Nightmare. Let’s Build a Better Reality. URL: https://nianticlabs.com/blog/real-world-metaverse/ [22.4.22]

Sieben, P. & Janczura, S. (2022).Facebook: Wie wir uns auf Metaverse vorbereiten müssen – bevor es zu spät ist. URL: https://www.ingenieur.de/technik/fachbereiche/ittk/facebook-metaverse/ [22.4.22]

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Adresse

PHBern
Netzwerk Digitale Transformation
Think Tank Medien und Informatik
CH-3012 Bern

Kontakt

ttim@phbern.ch
+41 31 309 28 95