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Kunst verbinden wir oft mit dem Einsatz von Pinseln und Farben, mit grossen Gemälden, aus alter und neuer Zeit. Wie wäre es mit Kunst basierend auf Daten und Algorithmen? Wie kann Datenkunst aussehen? Welche Möglichkeiten eröffnet die digitalisierte Welt der Kunst?

Die Kunstwerke des türkischen Medienkünstlers und Regisseur Refik Anadol gründen auf den erwähnten Daten und Algorithmen. Mithilfe von Daten und maschineller Intelligenz erstellt sein Studio Kunstwerke, die fesseln. Anadol vergleicht seine Arbeit mit der Malerei und zeigt den Unterschiede auf: Die Malerei benutze für seine Kunstwerke Pigmente und das menschliche Bewusstsein, während er als Medienkünstler die Daten als Pigmente benutze und das maschinelle Bewusstsein hinzuziehe um Kunstwerke zu schaffen.

Quelle: YouTube

Daten ist das zentrale Element in Anadol’s Kunst. Er belebt die Welt der Daten durch seine bahnbrechenden Visualisierungen. So wurden beispielsweise für sein Projekt der „Quantum Memories“ rund 200 Millionen Fotos der Erde und ihrer Landschaften, Ozeane und Atmosphäre verwendet, um eine alternative Visualisierung der Natur aufzuzeigen. Währenddessen ist das Kunstwerk „Sense of Space“  inspiriert vom menschlichen Gehirn. Es wurden ca. 70 Terabyte MRT-Daten von Menschen von der Geburt bis ins hohe Alter verwendet. Mit „Interconnected“ am Flughafen Charlotte verwandelten sich Formen, Farben und simulierte Texturen aufgrund von Flughafenstatistiken wie Ankünfte/Abflüge, Gepäckabfertigung und Shuttle-Transporte in Echtzeit.

Welche Wirkung haben die Kunstwerke von Refik Anadol auf dich? Wie gefällt dir die innovative Idee aufgrund von Daten Kunstwerke zu entwickeln?

Quellen:

Staugaitis, L. (2018). Melting Memories: A Data-Driven Installation that Shows the Brain’s Inner Workings. URL: https://www.thisiscolossal.com/2018/04/melting-memories/ [Stand 30.3.21]

Refik Anadol Studio (2022). URL: https://refikanadol.com/ [Stand 30.3.21]

Müller-Degenhardt, F. (2021). Refik Anadol: Wie er Datenkunst zum fesselnden Erlebnis formt. URL: https://www.lofficiel.at/art-and-culture/refik-anadol-wie-er-datenkunst-zu-einem-erlebnis-macht  [Stand:30.3.22]

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